Diese Webseite nutzt Cookies

Diese Webseite nutzt Cookies zur Verbesserung des Erlebnisses unserer Besucher. Indem Sie weiterhin auf dieser Webseite navigieren, erklären Sie sich mit unserer Verwendung von Cookies einverstanden.

Essenzielle Cookies ermöglichen grundlegende Funktionen und sind für die einwandfreie Funktion der Website erforderlich.
Statistik Cookies erfassen Informationen anonym. Diese Informationen helfen uns zu verstehen, wie unsere Besucher unsere Website nutzen.
Marketing-Cookies werden von Drittanbietern oder Publishern verwendet, um personalisierte Werbung anzuzeigen. Sie tun dies, indem sie Besucher über Websites hinweg verfolgen.
Zum Hauptinhalt springen
  • Aktuelle Studie unterstreicht Rolle von Schaf- und Ziegenhaltung in Österreich

    Die Schaf- und Ziegenhaltung in Österreich wird oft unterschätzt. Dabei ist der Sektor weit mehr als ein kleiner Nischenbereich. Eine aktuelle Studie der Nachhaltigen Tierhaltung Österreich NTÖ zeigt, dass die Branche wirtschaftlich, regional und gesellschaftlich eine wichtige Rolle spielt. Sie trägt entscheidend zur Wertschöpfung bei, sichert Arbeitsplätze, pflegt die Landschaft und stärkt regionale Strukturen.

    Im Jahr 2024 erzielte die Schaf- und Ziegenhaltung einen Produktionswert von 466,3 Mio. Euro. Rund 6.000 Arbeitsplätze sind direkt oder indirekt mit diesem Bereich verbunden. Jeder in der Schaf- und Ziegenhaltung erwirtschaftete Euro entfaltet zudem eine starke Wirkung auf andere Wirtschaftsbereiche und unterstreicht den hohen Multiplikatoreffekt des Sektors.

    Trotz dieser wichtigen Rolle steht die Branche unter erheblichem ökonomischem und strukturellem Druck. In der Schafhaltung konnte zuletzt ein durchschnittlicher Umsatzzuwachs von 20 % erzielt werden. In der Ziegenhaltung fiel die Umsatzsteigerung mit rund 12 % geringer aus. Betrachtet man die vergangenen fünf Jahre, lag der Kostenzuwachs in den Betrieben der Schafhaltung bei 33 % und in der Ziegenhaltung bei 38 %.

    Investitionen bleiben ein zentraler Faktor für die Betriebe. Rund 56 % der Schafhalter und etwa 67 % der Ziegenhalter haben 2024 größere Investitionen getätigt. Zu den größten Kostenblöcken zählen Stallbau, Infrastruktur, Futter und Energie.

    Die Zukunftsaussichten der Landwirte sind überwiegend stabil bis leicht gedämpft. 53 % erwarten keine wesentlichen Veränderungen, 13 % rechnen mit einer Verschlechterung. Damit zählen Schaf- und Ziegenhalter zu den optimistischeren Nutztierhaltern in Österreich. Gleichzeitig stellen steigende Kosten, schwankende Märkte und zunehmende bürokratische Anforderungen die Betriebe vor Herausforderungen. Selbst ehemals wertvolle Nebenprodukte wie Wolle geraten zunehmend unter wirtschaftlichen Druck. Trotz dieser Belastungen bildet die Kombination aus stabilem Nischenmarkt, funktionierenden Kreislaufsystemen und starker regionaler Verankerung eine solide Basis, um die Schaf- und Ziegenhaltung in Österreich resilient weiterzuentwickeln.

    11.02.2026
    Zurück